Entscheidungen treffen: Dein Weg zu mehr Klarheit und Selbstbewusstsein

Was „mutige Entscheidungen“ mit „Verlieren können“ zu tun haben

Jeden Tag treffen wir unzählige Entscheidungen – manche erscheinen winzig, andere können unser Leben komplett verändern. Und manchmal treffen wir sie eben auch nicht und zögern Entscheidungen so lange heraus, bis sie uns ganz blockieren. Das Herauszögern bzw. Nicht-treffen von Entscheidungen kann eine vorgetäuschte Sicherheit suggerieren an der wir „aus gutem Grund“ so gerne festhalten.

Der gute Grund

Jede Entscheidung, die wir treffen, oder nicht treffen, wählen wir aus einem guten Grund. Dieser ist uns jedoch nicht immer bewusst. Ich kenne Menschen, die seit 20 Jahren eine ungefliesste Toilettenwand haben, weil sie sich nicht für eine Fliesenfarbe entscheiden können. Der Status-Quo „die ungefliesste Toilettenwand“ ist also aus gutem Grund leichter zu akzeptieren als eine „falsche“ Toilettenfarbe. 

Doch was ist eigentlich das Schwierige daran, klare Entscheidungen zu treffen? 

Nein sagen liegt nicht in unserer Sozialisation begründet

Manchmal haben wir das Gefühl, es anderen recht machen zu müssen oder zwischen verschiedenen Erwartungen zu stehen. Viele Frauen wachsen damit auf, sich anzupassen oder Harmonie zu bewahren. Oft sagen wir dann später im Erwachsenenleben Ja zu Dingen, obwohl wir Nein meinen. 

Eine Entscheidung bedeutet immer „etwas zu verlieren“

Bei Entscheidungen, die erstmal ausschließlich uns betreffen, spielt zudem noch mit rein, dass eine Entscheidung auch immer einen Verlust mit sich bringt: 

Treffe ich eine Wahl für eine Sache, entscheide ich mich oft auch automatisch gegen die andere Sache. Entschließe ich mich an einem Sonntag Nachmittag beispielsweise für einen Spaziergang in der Natur, ist in dem Moment der Umsetzung erst einmal die Entscheidung gegen die Couch getroffen. 

Die Angst vor der falschen Entscheidung

Kennst Du das Gefühl, stundenlang über eine Wahl zu grübeln, aus Angst, einen Fehler zu machen? Dieses „Overthinking“ haben viele von uns. Doch die perfekte Option gibt es nicht – und selten ist eine Entscheidung wirklich endgültig. Die Angst vor der falschen Entscheidung ist eigentlich nur ein Trick Deiner Gedanken, um Dich beschäftigt zu halten. Denn es gibt keine objektiven festgelegten Kriterien für die richtige Entscheidung. So wie wir die Welt durch unsere ganz individuelle Brille sehen, genauso ist es auch mit den Entscheidungen: Je nachdem aus welcher Perspektive wir sie betrachten, können sie ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ wirken. Dabei kannst Du Dir die Frage stellen: Wann ist eine Entscheidung für Dich denn „die“ richtige? Welche Kriterien wendest Du hier an, um das zu bewerten?

Klare Entscheidung für innere Freiheit 

Dieses Bewusstsein „Hier wähle ich das und damit entscheide ich mich gegen eine andere Sache“, kann verunsichern, enthält aber ganz viel innere Freiheit: Innere Freiheit, etwas anderes ‚wegzulassen‘ und den Kopf wieder klar zu haben für die Sache, für die wir uns entschieden haben.

Was Dein Inner Poise Dir sagt

Bevor Du eine Entscheidung triffst, schau nach innen. Nimm Dir Zeit, in Dich hinein zu spüren. Ein Tagebuch, Meditation oder ein Spaziergang können helfen, Deine wahren Wünsche zu erkennen. Manchmal ist unsere innere Stimme nicht die Lauteste, aber gib ihr den Raum zur Mächtigsten bei Deiner Entscheidung zu sein. 

Was willst Du wirklich? 

Was ist Dir wichtig – und was sind vielleicht Erwartungen von außen? 

Was bist Du bereit durch Deine Entscheidung zu verlieren? Und was eben auch nicht? Was kannst Du gewinnen?

5 Impulse für mutige Entscheidungen

Bewusstes und klares Entscheiden ist eine Fähigkeit, die Du Schritt für Schritt lernen kannst – und die Dich innerlich stark macht. Diese fünf Impulse können Dir bei einer klareren Entscheidung helfen:

  1. Notiere Deine Optionen: Schreiben hilft, Gedanken und Gefühle zu ordnen und Klarheit zu schaffen. Wie fühlt sich Option A, B, C an? Welche Empfindungen zeigen sich?
  2. Finde Deine Werte: Welche Werte sind Dir wichtig? Freiheit, Unabhängigkeit, Sicherheit? Deine Werte sind ein Kompass für ein zufriedenes Leben.
  3. Hole Feedback ein: Sprich mit Freundinnen, Deiner Coachin oder Mentorinnen, um Dein Blickfeld zu weiten – aber lass Dich nicht von fremden Meinungen leiten.
  4. Probiere kleine Entscheidungen schnell zu treffen: Je öfter Du entscheidest, desto leichter fällt es Dir.
  5. Akzeptiere Unsicherheiten: Nicht jede Entscheidung ist eindeutig. Lerne, mit einem gewissen Risiko zu leben.

Entscheiden heißt wachsen 

Du darfst Deine eigenen Entscheidungen treffen – auch wenn sie nicht jedem gefallen. Trau Dich, Deinen eigenen Weg zu gehen. So stärkst Du Dein Selbstbewusstsein und setzt ein Zeichen für andere Frauen, es ebenfalls zu tun.

Am Ende ist jede Entscheidung eine Chance, Dich weiterzuentwickeln. Egal, ob Du Dich später umentscheidest oder Fehler machst – Du lernst mit jeder Wahl.

Vertraue Dir selbst, denn Du bist die Expertin für Dein Leben! 

Entscheide mutig, entscheide bewusst – und geh Deinen Weg.

Welche Entscheidung wirst du heute für Dich treffen?

Welche Entscheidung darf aus gutem Grund noch warten?

In einem individuellen Coaching beleuchten wir gemeinsam, was Dich daran hindert eine bestimmt Entscheidung zu treffen und welche Handlungsmöglichkeiten Du noch hast. Hierfür setze ich ganz gezielt Methoden aus dem systemischen und ressourcenorientierten Coaching ein, um Dich auf Deinem Weg zu einer klaren Entscheidung zu begleiten.

Manchmal im Rahmen eines mehrmonatigem Coachingsprozesses, oft geschieht dies aber auch im Rahmen von 1-2 Coachingsitzungen. Schreib mich gerne an, um Dir ein unverbindliches Angebot machen zu lassen. Mehr zum Coaching mit mir findest Du hier.