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So viel heiße Luft auf einem Haufen…! Warum Du in der nächsten Besprechung sichtbarer sein solltest.

Es gibt Besprechungen, da kommt mir in den Sinn: „So viel heiße Luft auf einem Haufen…!“. Da wird in 60 Minuten gelabert, schwadroniert, mit unnötigen Fachbegriffen um sich geworfen und mit Worthülsen inflationär umgegangen. Leider meist von denselben Personen. 

Von der Beobachterin zur aktiven Teilnehmerin

Es gab Zeiten, da war ich diejenige, die da mehr oder weniger beeindruckt zugehört hat. Irgendwann habe ich dann gemerkt: ‚Moment mal, das ist doch verschwendete Lebenszeit‘ – so wie Bad putzen, wenn die Tochter im Anschluss eine „Wellnessbehandlung“ für ihre Spielsachen plant. Also habe ich während dieser und jener „Telefonkonferenz“ im Homeoffice tatsächlich das Bad geputzt, während bestimmte Manager monologisierten. Das war für mich damals die einzige Möglichkeit, mit dieser „heißen Luft“ umzugehen. Oder Strichliste zu führen: Für jede Worthülse, für jedes unnötige „Fachgesimpel“ ein Strich. Mehr Strategien hatte ich damals noch nicht so verinnerlicht, dass ich das Selbstbewusstsein gehabt hätte, sie zu nutzen. Dafür hatte ich aber immer ein sauberes Bad.

Strategien gegen Worthülsen und Fachgesimpel

Heute kann ich zum Glück anders mit diesen Besprechungen umgehen. Ich verwende bewusst Techniken, die ich auch in meinen Coachings und Trainings den Frauen verrate, die selbstbewusster in Gesprächen wirken möchten. Kommuniziere klarer, selbstbewusster, stelle andere Fragen. Und es funktioniert. Als Selbständige kann ich inzwischen gut steuern, an welchen Besprechungen ich teilnehme und an welchen nicht.

Leider gibt’s immer noch Meetings, in denen ich mich darüber aufrege, dass diese Person überhaupt auf dieser Position und somit in dieser Besprechung ist. Um ich mich innerlich wieder zu beruhigen, hilft mir, mich daran zu erinnern, was ich an meinem Job besonders liebe: Menschen zu empowern, ihr Potenzial in die Welt zu bringen. Damit nicht die heiße Luft den größten Redeanteil hat, sondern die, die wirklich was zu sagen haben.

Raum für echte Gespräche schaffen

Immer dann, wenn irgendwo eine Frau für sich und ihre Herzensthemen einsteht, entsteht ein Raum für Verbindung, für echte Gespräche – bei denen manchmal auch die heißen Luftbläser zur echten Gesprächsfähigkeit inspiriert werden können.

Coaching für mehr Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein im Job

Kennst Du diese Situationen aus deinem beruflichen Alltag? Dann melde Dich gern bei mir und lass uns in einem Coaching Deine persönliche Strategie erarbeiten, um im nächsten Meeting sichtbarer und klarer zu sein. 

Hier findest Du Infos zum Coaching mit mir.

Alle Jahre wieder: Vom Familienfest zum Übungsfeld für innere Ruhe

Die Weihnachtszeit ist kaum angebrochen, da steigen schon die Erwartungen, die To-do-Listen werden länger und spätestens beim ersten Familientreffen liegt Spannung in der Luft. Weihnachten ist für viele ein Fest der Freude – aber eben oft auch eine mentale und emotionale Herausforderung. Doch was wäre, wenn Du die Feiertage nicht als Stressfaktor, sondern als Trainingseinheit für Deine persönliche Gelassenheit und Dein inner poise betrachtest?

Warum geraten wir gerade an Weihnachten so leicht aus der Fassung? Weil viele Faktoren zusammenkommen: Stress, alte Muster, hohe Erwartungen und oft unausgesprochene Konflikte. Das Fest der Liebe wirkt hierbei wie ein Brennglas – es  verstärkt den inneren Druck, Emotionen und zwischenmenschliche Spannungen und macht sie aufgrund der „ungewöhnlichen“ Nähe besonders sichtbar. Sich das bewusst zu machen kann schon der erste Gamechanger sein: Unsere Glaubenssätze und Muster springen immer dann an, wenn wir ohnehin schon im Stress sind. Dann ist unser Akku leer und wir werden empfänglich für alte „Notprogramme“ und „innere Keulen“ (Ge- und Verbote), von denen wir dachten, dass wir sie eigentlich längst bearbeitet haben.

Was Du tun kannst, um gelassen und souverän bei Familienfesten zu bleiben, erfährst Du hier:

1. Bedingungslose Selbstfürsorge

Frage Dich morgens: ‚Welche eine Sache brauche ich heute, damit es mir gut geht?‘ und setze sie um. Nicht erst wenn Du dies und jenes geschafft hast. Selbstfürsorge musst Du Dir genauso wenig verdienen wie Plätzchen. Je mehr Du Dich um Deine Kraft und Deinen Akku kümmerst, umso weniger anfällig wirst Du für alte Muster und Glaubenssätze.

2. Plane Anker und Auszeiten im Voraus

Wann ist Deine Zeit? Wann machst Du diese eine Sache, die Dein Herz zum Hüpfen oder zum Entspannen bringt? (Je nachdem was Du brauchst).

3. Finde Dein Symbol für innere Gelassenheit

Ein persisches Sprichwort (Danke Dr. Zaeri!) sagt: „Eine Kartoffel bleibt eine Kartoffel – auch wenn ein Kamel vorbei geht.“ Eine Kundin von mir trug deshalb mal eine Weile eine Kartoffel mit sich herum. Vielleicht ist es für Dich ein hübscher Stein oder eines Deiner Schleich-Tiere, das Dich in Deiner Tasche an Deine Power erinnert. Ganz egal, welches Dein Symbol ist – wichtig ist, es mit Bedeutung zu versehen und in greifbarer Nähe zu haben, wenn Dich eine Situation aus Deiner Mitte herausbringt. 

4. Kommuniziere souverän und entscheide selbst, über was Du mit wem sprechen möchtest.

Du bist komischen Bemerkungen und leeren Gesprächen nicht hilflos ausgeliefert. Je nachdem, was Dir passt, kannst du zwischen diesen Kommunikationstipps wählen:

  • Kommunikatives Judo: Nutze die Energie Deines Gegenübers und begegne ihm mit offenen Fragen: „Wie kommst Du darauf? Wo liegen Deine Bedenken? Was genau meinst Du damit?“.

  • Grenzen setzen und Bedürfnisse sichtbar machen: „Für mich ist es wichtig, dass wir heute nicht über dieses Thema sprechen.“, „Ich brauche gerade eine Pause, ich bin gleich wieder dabei.“, etc.

    • Der Ich-bin-okay-du-bist-okay-Deal: „Hör zu, Tante Waltraud – ich bewerte Deinen Fleischkonsum und Deine Haltung zu xy Politik nicht, denn für beides wirst Du einen guten Grund haben. Dafür möchte ich nicht, dass Du meine Entscheidung zu xy beurteilst. Denn dafür habe ich auch meinen guten Grund. Deal?“

5. Verändere die Perspektive

Statt sich innerlich das perfekte Weihnachtsfest zu wünschen, sieh die Feiertage als Chance, Deine Bedürfnisse selbst besser kennenzulernen und Dich darin zu üben, diese zu äußern und sichtbar zu machen. Jede Herausforderung und stressige Situation ist eine Möglichkeit, Dich in innerer Ruhe zu üben und den Kontakt zu Deinem inner poise zu halten.

Nutze die Feiertage bewusst, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren, Altes loszulassen und Dich selbst in Gelassenheit zu üben. So wird aus der stressigen Zeit ein wertvolles Lernfeld, das Dich nicht nur über die Feiertage hinaus stärker und resilienter macht.

Wenn Du Dich für das Thema innere Muster und Glaubensätze interessierst, kann Dir ein Introvisionscoaching helfen, gezielt daran zu arbeiten und diese aufzulösen. Hier findest Du mehr Infos dazu.