Archiv der Kategorie: Kommunikation

Wie gute Gespräche durch Mut entstehen

Mut als Schlüssel zur Kommunikationskompetenz

Es sind diese Gespräche, die sich einfach nach „im Fluss“ und „nährend“ anfühlen – bei denen man hinterher einerseits beflügelt und andererseits klar raus geht, sich verbunden fühlt und eine echtes Miteinander entstanden ist. Genau diese Gespräche liebe ich. Das ist für mich richtig gute Kommunikation. 

Gute Kommunikation ist mehr als nur das Austauschen von Worten: Wer gut kommunizieren kann, hat eine Kompetenz erlernt, die in der Sprechwissenschaft auch als „Gesprächsfähigkeit“ bezeichnet wird. 

Dabei kann es manchmal eine besondere Herausforderung sein, in Gesprächen und Diskussionen den eigenen Standpunkt klar zu vertreten und die eigenen Bedürfnisse offen zu äußern. Zum einen brauche ich selbst eine gute Portion Selbstreflexion und zum anderen braucht es das Bewusstsein auch bei der Gesprächsperson. In den wenigsten Gesprächen im beruflichen Kontext erlebe ich das leider so, dass sich beide voll diesen Aspekten bewusst sind.

Bin ich selbst in der Lage mein Thema, meine Bedürfnisse und Ziele einzubringen und das am besten so, dass mein Gegenüber mich auch verstehen und ich mich auf meinen Gesprächsperson einstellen kann, könnte man sagen, dass ich per Definition kommunikativ kompetent bin. 

Gute Kommunikation ist beidseitig

Eine der wichtigen Aspekte der Gesprächsfähigkeit ist die „gemeinsame Sache“: Etwas was im Miteinandersprechen entsteht, durch den gemeinsamen Austausch kreiert wird. Hat mein Gegenüber möglicherweise kein Interesse an einer echten Kommunikation, sondern hat seinen Plan im Kopf, den er „durchspricht“, ist die gemeinsame Sache in Gefahr.

Gesprächsfähigkeit braucht Mut

Was dann hilft, ist Mut:

  • Mut, die richtigen Fragen zu stellen, auch wenn sie zunächst unbequem erscheinen. 
  • Mut, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse und Gedanken anzusehen und sich bewusst zu machen. 
  • Mut, sich selbst zu zeigen (auch mit allen Irritationen, die womöglich schon beim Sprechen und Zuhören entstanden sind) und selektiv authentisch zu sein. 

Authentisch kommunizieren

Selektive Authentizität meint dabei, ´Nicht alles, was echt ist, will ich sagen, doch was ich sage, soll echt sein…‘ (Ruth Cohn). Ich wähle also bewusst aus, was ich sage, allerdings ist das, was ich sage, echt und authentisch. 

Mit dieser inneren Erlaubnis kann ich mutig kommunizieren und mit meinen Ideen und Fragen das Gespräch so steuern, dass die gemeinsame Sache wieder im Vordergrund steht. 

Denn nur wer mutig kommuniziert, kann gehört werden und Veränderungen bewirken.

Mutig zu kommunizieren heißt eben auch, Grenzen zu setzen und sich selbst ernst zu nehmen. Er ermöglicht, ehrlich zu bleiben, auch wenn die Meinung nicht der Mehrheit entspricht. Nur so kann echte Verbindung – zu sich selbst und zur Gesprächsperson und somit auch echte Gespräche entstehen.

Mein Tipp für Dich: Das nächste Mal in einer herausfordernden Kommunikationssituation eine kleine Sache ansprechen, die Dir auf dem Herzen liegt und die Du normalerweise verschweigen würdest. Je öfter Du im kleinen mutig kommunizierst, desto mehr Erfahrung bekommst du und desto leichter fällt es bei den herausfordernderen Situationen. 

Der Weg zu einer mutigen Kommunikation ist ein Prozess. Jede Erfahrung, jeder kleine Schritt stärkt unser Selbstbewusstsein. Besonders unter Frauen können wir uns gegenseitig inspirieren, unsere Stimmen zu nutzen und gemeinsam die Welt ein Stück mutiger zu machen. 

Trau dich, deine Gedanken und Gefühle zu teilen – weil du es verdient hast, so gesehen zu werden, wie Du bist.

Von Herzen, deine Gitta 

Terminvereinbarung

Finde Dein „Warum“: Wie Du Deinen aussortierten Neujahrsvorsätzen noch eine Chance geben kannst.

Das eigene „Warum“ entscheidet:

Jedes Jahr nehmen wir uns vor, endlich gesünder zu leben, mehr Zeit für uns zu finden oder berufliche Ziele anzugehen. Doch oft verlieren diese Neujahrsvorsätze schon nach wenigen Wochen an Kraft. Woran das liegt und wie Du Deine Vorsätze vielleicht doch noch umgesetzt bekommst, erfährst Du hier:

Impulse von Steven Covey und Simon Sinek: Methoden, die motivieren

Der Schlüssel zur nachhaltigen Umsetzung liegt zum einen darin, das eigene „Warum“ zu kennen – also die tiefere Motivation, die hinter unseren Zielen steht. In Coachings mit dem Thema Zeit- und Energiemanagement, Burnout-Prävention und Zufriedenheit nutze ich gerne Methoden von Steven Covey und seit neustem auch von Simon Sinek. Im letzten Jahr habe ich eine wunderbare Fortbildung zu dem Thema besucht und bin von dem Ansatz begeistert. 

Falls Du noch nichts von den beiden gehört hast: Steven Covey, bekannt für seine „7 Wege zur Effektivität“, betont, wie wichtig es ist, mit dem Ziel vor Augen zu beginnen. Das bedeutet: Überlege dir zuerst, was du wirklich-wirklich erreichen möchtest (nicht was Du solltest) und warum. Simon Sinek unterstreicht mit seinem Konzept des „Golden Circle“, dass nachhaltige Veränderungen immer beim „Warum“ beginnen – erst dann folgen das „Wie“ und „Was“. 

Wer sein persönliches Warum kennt, bleibt auch in schwierigen Zeiten motiviert und erlebt weniger Stress bei der Umsetzung von Vorsätzen. Das eigene Warum zu kennen, hilft, die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die Antwort auf die Frage danach kann ein intensiver und spannender Prozess sein. Sie ist der Leitstern, wenn es im Alltag stressig und das Leben kompliziert wird. Nutze daher gerne meine Lieblingsfragen für Dich zum Selbstcoaching:

Drei Impulse zum Finden des eigenen Warums

  1. Welche Erlebnisse haben Dich besonders geprägt und zu dem Mensch gemacht, der Du bist?
  2. An was sollen sich die Menschen erinnern, wenn sie an Dich denken?
  3. Mit welcher Attitüde bzw. Haltung gehst Du durch die Welt?

Diese Impulse für Dich zu beantworten und im besten Fall mit einer Vertrauten darüber zu sprechen, wird Dich dabei enorm weiter bringen. Gerne unterstütze ich Dich zusätzlich mit meiner Coachingexpertise dabei, Dein persönliches „Warum“ zu finden. Hier findest Du weitere Infos dazu.

Vom Ich zum Wir: Methoden für Teams

Sowohl Coveys als auch Sineks Ansätze lassen sich hervorragend auf die Teamarbeit übertragen. Wenn Teams gemeinsam ihr „Warum“ definieren, wächst nicht nur der Zusammenhalt – auch gemeinsame Ziele werden klarer und motivierender. Individuelle Sichtweisen kennen zu lernen und zu einem gemeinsamen Warum zu formulieren, kann der Energiebooster für Dein Team sein. 

Team-Workshop als Jahresauftakt: Gemeinsam durchstarten

Ein Team-Workshop zu Jahresbeginn ist eine ideale Gelegenheit, um das gemeinsame Warum zu erarbeiten und Neujahrsvorsätze im Team zu formulieren. In entspannter Atmosphäre können sowohl persönliche als auch gemeinsame Ziele besprochen werden. Mit Methoden aus Coveys und Sineks Werkzeugkasten wird die Besprechung zum inspirierenden Startpunkt für ein erfolgreiches Jahr – voller Motivation und Klarheit. Wenn Du als Führungskraft mit Deinen Mitarbeitenden genauso einen Jahresauftakt planst, nutze gerne die Impulse aus diesem Blog oder melde Dich für weitere Impulse und Beratung.

Fazit: Freude, Motivation und nachhaltige Zielerreichung

Das Finden des eigenen Warums ist die Basis für stressfreie und erfolgreiche Neujahrsvorsätze – ob allein oder im Team. Wer sich seiner Motivation bewusst wird und diese gemeinsam mit anderen teilt, legt den Grundstein für nachhaltige Veränderungen und mehr Freude auf dem Weg zum Ziel. 

Übrigens: Auch innerhalb der Familie lohnt sich ein solcher Jahresauftakt. Die Methoden sind auch hier mit kleinen Anpassungen anwendbar. Probiere es einfach mal aus.

Ob beruflich oder privat: Ist Dir klar, warum Du etwas möchtest, kommt der nächste Schritt, der Deine To do Liste sehr plötzlich schrumpfen lässt, und zwar die Frage:

Hilft mir dieses oder jenes To do mein Warum zu leben? Oder ist die Aufgabe nur eine kleine Sache, die im brüllenden Gorillakostüm daher kommt und so tut als wäre sie wichtig? 

Wie Du diese To do‘s nach Covey-Manier für Dich priorisierst und Aufgaben im Gorillakostüm erkennst, kannst Du übrigens in meinem Buch „Feel your inner Pose: Selbstsicher und gelassen Deinen Weg gehen“ nachlesen. Hier gibt es auch spannende Impulse zur Entwicklung gesunder Routinen. Überall bestellbar wo es Bücher gibt und direkt bei mir.

Nun wünsche ich Dir eine freudvolle Zeit zum Jahresanfang mit spannenden Erkenntnissen, warum Du welche Vorsätze jetzt doch umsetzen wirst und manche eben auch nicht.

Liebe Grüße, deine Gitta

Reflexion und Ausblick: Kraftvolle Fragen zum Jahreswechsel

Die folgenden Fragen im Dokument begleiten Dich bei Deiner Jahresreflexion und Planung fürs neue Jahr.

Nimm Dir einen Moment Zeit, etwas zu schreiben, eine gute Tasse Tee und schon geht’s los. Ich wünsche Dir einen wunderbaren, kraftvollen Übergang ins neuen Jahr und jede Menge INNER POISE, Deine Wünsche und Ideen in die Tat umzusetzen. 

Viel Freude beim Reflektieren und Ausprobieren.

Deine Gitta

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Alle Jahre wieder: Vom Familienfest zum Übungsfeld für innere Ruhe

Die Weihnachtszeit ist kaum angebrochen, da steigen schon die Erwartungen, die To-do-Listen werden länger und spätestens beim ersten Familientreffen liegt Spannung in der Luft. Weihnachten ist für viele ein Fest der Freude – aber eben oft auch eine mentale und emotionale Herausforderung. Doch was wäre, wenn Du die Feiertage nicht als Stressfaktor, sondern als Trainingseinheit für Deine persönliche Gelassenheit und Dein inner poise betrachtest?

Warum geraten wir gerade an Weihnachten so leicht aus der Fassung? Weil viele Faktoren zusammenkommen: Stress, alte Muster, hohe Erwartungen und oft unausgesprochene Konflikte. Das Fest der Liebe wirkt hierbei wie ein Brennglas – es  verstärkt den inneren Druck, Emotionen und zwischenmenschliche Spannungen und macht sie aufgrund der „ungewöhnlichen“ Nähe besonders sichtbar. Sich das bewusst zu machen kann schon der erste Gamechanger sein: Unsere Glaubenssätze und Muster springen immer dann an, wenn wir ohnehin schon im Stress sind. Dann ist unser Akku leer und wir werden empfänglich für alte „Notprogramme“ und „innere Keulen“ (Ge- und Verbote), von denen wir dachten, dass wir sie eigentlich längst bearbeitet haben.

Was Du tun kannst, um gelassen und souverän bei Familienfesten zu bleiben, erfährst Du hier:

1. Bedingungslose Selbstfürsorge

Frage Dich morgens: ‚Welche eine Sache brauche ich heute, damit es mir gut geht?‘ und setze sie um. Nicht erst wenn Du dies und jenes geschafft hast. Selbstfürsorge musst Du Dir genauso wenig verdienen wie Plätzchen. Je mehr Du Dich um Deine Kraft und Deinen Akku kümmerst, umso weniger anfällig wirst Du für alte Muster und Glaubenssätze.

2. Plane Anker und Auszeiten im Voraus

Wann ist Deine Zeit? Wann machst Du diese eine Sache, die Dein Herz zum Hüpfen oder zum Entspannen bringt? (Je nachdem was Du brauchst).

3. Finde Dein Symbol für innere Gelassenheit

Ein persisches Sprichwort (Danke Dr. Zaeri!) sagt: „Eine Kartoffel bleibt eine Kartoffel – auch wenn ein Kamel vorbei geht.“ Eine Kundin von mir trug deshalb mal eine Weile eine Kartoffel mit sich herum. Vielleicht ist es für Dich ein hübscher Stein oder eines Deiner Schleich-Tiere, das Dich in Deiner Tasche an Deine Power erinnert. Ganz egal, welches Dein Symbol ist – wichtig ist, es mit Bedeutung zu versehen und in greifbarer Nähe zu haben, wenn Dich eine Situation aus Deiner Mitte herausbringt. 

4. Kommuniziere souverän und entscheide selbst, über was Du mit wem sprechen möchtest.

Du bist komischen Bemerkungen und leeren Gesprächen nicht hilflos ausgeliefert. Je nachdem, was Dir passt, kannst du zwischen diesen Kommunikationstipps wählen:

  • Kommunikatives Judo: Nutze die Energie Deines Gegenübers und begegne ihm mit offenen Fragen: „Wie kommst Du darauf? Wo liegen Deine Bedenken? Was genau meinst Du damit?“.

  • Grenzen setzen und Bedürfnisse sichtbar machen: „Für mich ist es wichtig, dass wir heute nicht über dieses Thema sprechen.“, „Ich brauche gerade eine Pause, ich bin gleich wieder dabei.“, etc.

    • Der Ich-bin-okay-du-bist-okay-Deal: „Hör zu, Tante Waltraud – ich bewerte Deinen Fleischkonsum und Deine Haltung zu xy Politik nicht, denn für beides wirst Du einen guten Grund haben. Dafür möchte ich nicht, dass Du meine Entscheidung zu xy beurteilst. Denn dafür habe ich auch meinen guten Grund. Deal?“

5. Verändere die Perspektive

Statt sich innerlich das perfekte Weihnachtsfest zu wünschen, sieh die Feiertage als Chance, Deine Bedürfnisse selbst besser kennenzulernen und Dich darin zu üben, diese zu äußern und sichtbar zu machen. Jede Herausforderung und stressige Situation ist eine Möglichkeit, Dich in innerer Ruhe zu üben und den Kontakt zu Deinem inner poise zu halten.

Nutze die Feiertage bewusst, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren, Altes loszulassen und Dich selbst in Gelassenheit zu üben. So wird aus der stressigen Zeit ein wertvolles Lernfeld, das Dich nicht nur über die Feiertage hinaus stärker und resilienter macht.

Wenn Du Dich für das Thema innere Muster und Glaubensätze interessierst, kann Dir ein Introvisionscoaching helfen, gezielt daran zu arbeiten und diese aufzulösen. Hier findest Du mehr Infos dazu.