Archiv der Kategorie: Selbstbewusstsein

Terminvereinbarung

Finde Dein „Warum“: Wie Du Deinen aussortierten Neujahrsvorsätzen noch eine Chance geben kannst.

Das eigene „Warum“ entscheidet:

Jedes Jahr nehmen wir uns vor, endlich gesünder zu leben, mehr Zeit für uns zu finden oder berufliche Ziele anzugehen. Doch oft verlieren diese Neujahrsvorsätze schon nach wenigen Wochen an Kraft. Woran das liegt und wie Du Deine Vorsätze vielleicht doch noch umgesetzt bekommst, erfährst Du hier:

Impulse von Steven Covey und Simon Sinek: Methoden, die motivieren

Der Schlüssel zur nachhaltigen Umsetzung liegt zum einen darin, das eigene „Warum“ zu kennen – also die tiefere Motivation, die hinter unseren Zielen steht. In Coachings mit dem Thema Zeit- und Energiemanagement, Burnout-Prävention und Zufriedenheit nutze ich gerne Methoden von Steven Covey und seit neustem auch von Simon Sinek. Im letzten Jahr habe ich eine wunderbare Fortbildung zu dem Thema besucht und bin von dem Ansatz begeistert. 

Falls Du noch nichts von den beiden gehört hast: Steven Covey, bekannt für seine „7 Wege zur Effektivität“, betont, wie wichtig es ist, mit dem Ziel vor Augen zu beginnen. Das bedeutet: Überlege dir zuerst, was du wirklich-wirklich erreichen möchtest (nicht was Du solltest) und warum. Simon Sinek unterstreicht mit seinem Konzept des „Golden Circle“, dass nachhaltige Veränderungen immer beim „Warum“ beginnen – erst dann folgen das „Wie“ und „Was“. 

Wer sein persönliches Warum kennt, bleibt auch in schwierigen Zeiten motiviert und erlebt weniger Stress bei der Umsetzung von Vorsätzen. Das eigene Warum zu kennen, hilft, die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Die Antwort auf die Frage danach kann ein intensiver und spannender Prozess sein. Sie ist der Leitstern, wenn es im Alltag stressig und das Leben kompliziert wird. Nutze daher gerne meine Lieblingsfragen für Dich zum Selbstcoaching:

Drei Impulse zum Finden des eigenen Warums

  1. Welche Erlebnisse haben Dich besonders geprägt und zu dem Mensch gemacht, der Du bist?
  2. An was sollen sich die Menschen erinnern, wenn sie an Dich denken?
  3. Mit welcher Attitüde bzw. Haltung gehst Du durch die Welt?

Diese Impulse für Dich zu beantworten und im besten Fall mit einer Vertrauten darüber zu sprechen, wird Dich dabei enorm weiter bringen. Gerne unterstütze ich Dich zusätzlich mit meiner Coachingexpertise dabei, Dein persönliches „Warum“ zu finden. Hier findest Du weitere Infos dazu.

Vom Ich zum Wir: Methoden für Teams

Sowohl Coveys als auch Sineks Ansätze lassen sich hervorragend auf die Teamarbeit übertragen. Wenn Teams gemeinsam ihr „Warum“ definieren, wächst nicht nur der Zusammenhalt – auch gemeinsame Ziele werden klarer und motivierender. Individuelle Sichtweisen kennen zu lernen und zu einem gemeinsamen Warum zu formulieren, kann der Energiebooster für Dein Team sein. 

Team-Workshop als Jahresauftakt: Gemeinsam durchstarten

Ein Team-Workshop zu Jahresbeginn ist eine ideale Gelegenheit, um das gemeinsame Warum zu erarbeiten und Neujahrsvorsätze im Team zu formulieren. In entspannter Atmosphäre können sowohl persönliche als auch gemeinsame Ziele besprochen werden. Mit Methoden aus Coveys und Sineks Werkzeugkasten wird die Besprechung zum inspirierenden Startpunkt für ein erfolgreiches Jahr – voller Motivation und Klarheit. Wenn Du als Führungskraft mit Deinen Mitarbeitenden genauso einen Jahresauftakt planst, nutze gerne die Impulse aus diesem Blog oder melde Dich für weitere Impulse und Beratung.

Fazit: Freude, Motivation und nachhaltige Zielerreichung

Das Finden des eigenen Warums ist die Basis für stressfreie und erfolgreiche Neujahrsvorsätze – ob allein oder im Team. Wer sich seiner Motivation bewusst wird und diese gemeinsam mit anderen teilt, legt den Grundstein für nachhaltige Veränderungen und mehr Freude auf dem Weg zum Ziel. 

Übrigens: Auch innerhalb der Familie lohnt sich ein solcher Jahresauftakt. Die Methoden sind auch hier mit kleinen Anpassungen anwendbar. Probiere es einfach mal aus.

Ob beruflich oder privat: Ist Dir klar, warum Du etwas möchtest, kommt der nächste Schritt, der Deine To do Liste sehr plötzlich schrumpfen lässt, und zwar die Frage:

Hilft mir dieses oder jenes To do mein Warum zu leben? Oder ist die Aufgabe nur eine kleine Sache, die im brüllenden Gorillakostüm daher kommt und so tut als wäre sie wichtig? 

Wie Du diese To do‘s nach Covey-Manier für Dich priorisierst und Aufgaben im Gorillakostüm erkennst, kannst Du übrigens in meinem Buch „Feel your inner Pose: Selbstsicher und gelassen Deinen Weg gehen“ nachlesen. Hier gibt es auch spannende Impulse zur Entwicklung gesunder Routinen. Überall bestellbar wo es Bücher gibt und direkt bei mir.

Nun wünsche ich Dir eine freudvolle Zeit zum Jahresanfang mit spannenden Erkenntnissen, warum Du welche Vorsätze jetzt doch umsetzen wirst und manche eben auch nicht.

Liebe Grüße, deine Gitta

Reflexion und Ausblick: Kraftvolle Fragen zum Jahreswechsel

Die folgenden Fragen im Dokument begleiten Dich bei Deiner Jahresreflexion und Planung fürs neue Jahr.

Nimm Dir einen Moment Zeit, etwas zu schreiben, eine gute Tasse Tee und schon geht’s los. Ich wünsche Dir einen wunderbaren, kraftvollen Übergang ins neuen Jahr und jede Menge INNER POISE, Deine Wünsche und Ideen in die Tat umzusetzen. 

Viel Freude beim Reflektieren und Ausprobieren.

Deine Gitta

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Alle Jahre wieder: Vom Familienfest zum Übungsfeld für innere Ruhe

Die Weihnachtszeit ist kaum angebrochen, da steigen schon die Erwartungen, die To-do-Listen werden länger und spätestens beim ersten Familientreffen liegt Spannung in der Luft. Weihnachten ist für viele ein Fest der Freude – aber eben oft auch eine mentale und emotionale Herausforderung. Doch was wäre, wenn Du die Feiertage nicht als Stressfaktor, sondern als Trainingseinheit für Deine persönliche Gelassenheit und Dein inner poise betrachtest?

Warum geraten wir gerade an Weihnachten so leicht aus der Fassung? Weil viele Faktoren zusammenkommen: Stress, alte Muster, hohe Erwartungen und oft unausgesprochene Konflikte. Das Fest der Liebe wirkt hierbei wie ein Brennglas – es  verstärkt den inneren Druck, Emotionen und zwischenmenschliche Spannungen und macht sie aufgrund der „ungewöhnlichen“ Nähe besonders sichtbar. Sich das bewusst zu machen kann schon der erste Gamechanger sein: Unsere Glaubenssätze und Muster springen immer dann an, wenn wir ohnehin schon im Stress sind. Dann ist unser Akku leer und wir werden empfänglich für alte „Notprogramme“ und „innere Keulen“ (Ge- und Verbote), von denen wir dachten, dass wir sie eigentlich längst bearbeitet haben.

Was Du tun kannst, um gelassen und souverän bei Familienfesten zu bleiben, erfährst Du hier:

1. Bedingungslose Selbstfürsorge

Frage Dich morgens: ‚Welche eine Sache brauche ich heute, damit es mir gut geht?‘ und setze sie um. Nicht erst wenn Du dies und jenes geschafft hast. Selbstfürsorge musst Du Dir genauso wenig verdienen wie Plätzchen. Je mehr Du Dich um Deine Kraft und Deinen Akku kümmerst, umso weniger anfällig wirst Du für alte Muster und Glaubenssätze.

2. Plane Anker und Auszeiten im Voraus

Wann ist Deine Zeit? Wann machst Du diese eine Sache, die Dein Herz zum Hüpfen oder zum Entspannen bringt? (Je nachdem was Du brauchst).

3. Finde Dein Symbol für innere Gelassenheit

Ein persisches Sprichwort (Danke Dr. Zaeri!) sagt: „Eine Kartoffel bleibt eine Kartoffel – auch wenn ein Kamel vorbei geht.“ Eine Kundin von mir trug deshalb mal eine Weile eine Kartoffel mit sich herum. Vielleicht ist es für Dich ein hübscher Stein oder eines Deiner Schleich-Tiere, das Dich in Deiner Tasche an Deine Power erinnert. Ganz egal, welches Dein Symbol ist – wichtig ist, es mit Bedeutung zu versehen und in greifbarer Nähe zu haben, wenn Dich eine Situation aus Deiner Mitte herausbringt. 

4. Kommuniziere souverän und entscheide selbst, über was Du mit wem sprechen möchtest.

Du bist komischen Bemerkungen und leeren Gesprächen nicht hilflos ausgeliefert. Je nachdem, was Dir passt, kannst du zwischen diesen Kommunikationstipps wählen:

  • Kommunikatives Judo: Nutze die Energie Deines Gegenübers und begegne ihm mit offenen Fragen: „Wie kommst Du darauf? Wo liegen Deine Bedenken? Was genau meinst Du damit?“.

  • Grenzen setzen und Bedürfnisse sichtbar machen: „Für mich ist es wichtig, dass wir heute nicht über dieses Thema sprechen.“, „Ich brauche gerade eine Pause, ich bin gleich wieder dabei.“, etc.

    • Der Ich-bin-okay-du-bist-okay-Deal: „Hör zu, Tante Waltraud – ich bewerte Deinen Fleischkonsum und Deine Haltung zu xy Politik nicht, denn für beides wirst Du einen guten Grund haben. Dafür möchte ich nicht, dass Du meine Entscheidung zu xy beurteilst. Denn dafür habe ich auch meinen guten Grund. Deal?“

5. Verändere die Perspektive

Statt sich innerlich das perfekte Weihnachtsfest zu wünschen, sieh die Feiertage als Chance, Deine Bedürfnisse selbst besser kennenzulernen und Dich darin zu üben, diese zu äußern und sichtbar zu machen. Jede Herausforderung und stressige Situation ist eine Möglichkeit, Dich in innerer Ruhe zu üben und den Kontakt zu Deinem inner poise zu halten.

Nutze die Feiertage bewusst, um neue Verhaltensweisen auszuprobieren, Altes loszulassen und Dich selbst in Gelassenheit zu üben. So wird aus der stressigen Zeit ein wertvolles Lernfeld, das Dich nicht nur über die Feiertage hinaus stärker und resilienter macht.

Wenn Du Dich für das Thema innere Muster und Glaubensätze interessierst, kann Dir ein Introvisionscoaching helfen, gezielt daran zu arbeiten und diese aufzulösen. Hier findest Du mehr Infos dazu.

Entscheidungen treffen: Dein Weg zu mehr Klarheit und Selbstbewusstsein

Was „mutige Entscheidungen“ mit „Verlieren können“ zu tun haben

Jeden Tag treffen wir unzählige Entscheidungen – manche erscheinen winzig, andere können unser Leben komplett verändern. Und manchmal treffen wir sie eben auch nicht und zögern Entscheidungen so lange heraus, bis sie uns ganz blockieren. Das Herauszögern bzw. Nicht-treffen von Entscheidungen kann eine vorgetäuschte Sicherheit suggerieren an der wir „aus gutem Grund“ so gerne festhalten.

Der gute Grund

Jede Entscheidung, die wir treffen, oder nicht treffen, wählen wir aus einem guten Grund. Dieser ist uns jedoch nicht immer bewusst. Ich kenne Menschen, die seit 20 Jahren eine ungefliesste Toilettenwand haben, weil sie sich nicht für eine Fliesenfarbe entscheiden können. Der Status-Quo „die ungefliesste Toilettenwand“ ist also aus gutem Grund leichter zu akzeptieren als eine „falsche“ Toilettenfarbe. 

Doch was ist eigentlich das Schwierige daran, klare Entscheidungen zu treffen? 

Nein sagen liegt nicht in unserer Sozialisation begründet

Manchmal haben wir das Gefühl, es anderen recht machen zu müssen oder zwischen verschiedenen Erwartungen zu stehen. Viele Frauen wachsen damit auf, sich anzupassen oder Harmonie zu bewahren. Oft sagen wir dann später im Erwachsenenleben Ja zu Dingen, obwohl wir Nein meinen. 

Eine Entscheidung bedeutet immer „etwas zu verlieren“

Bei Entscheidungen, die erstmal ausschließlich uns betreffen, spielt zudem noch mit rein, dass eine Entscheidung auch immer einen Verlust mit sich bringt: 

Treffe ich eine Wahl für eine Sache, entscheide ich mich oft auch automatisch gegen die andere Sache. Entschließe ich mich an einem Sonntag Nachmittag beispielsweise für einen Spaziergang in der Natur, ist in dem Moment der Umsetzung erst einmal die Entscheidung gegen die Couch getroffen. 

Die Angst vor der falschen Entscheidung

Kennst Du das Gefühl, stundenlang über eine Wahl zu grübeln, aus Angst, einen Fehler zu machen? Dieses „Overthinking“ haben viele von uns. Doch die perfekte Option gibt es nicht – und selten ist eine Entscheidung wirklich endgültig. Die Angst vor der falschen Entscheidung ist eigentlich nur ein Trick Deiner Gedanken, um Dich beschäftigt zu halten. Denn es gibt keine objektiven festgelegten Kriterien für die richtige Entscheidung. So wie wir die Welt durch unsere ganz individuelle Brille sehen, genauso ist es auch mit den Entscheidungen: Je nachdem aus welcher Perspektive wir sie betrachten, können sie ‚richtig‘ oder ‚falsch‘ wirken. Dabei kannst Du Dir die Frage stellen: Wann ist eine Entscheidung für Dich denn „die“ richtige? Welche Kriterien wendest Du hier an, um das zu bewerten?

Klare Entscheidung für innere Freiheit 

Dieses Bewusstsein „Hier wähle ich das und damit entscheide ich mich gegen eine andere Sache“, kann verunsichern, enthält aber ganz viel innere Freiheit: Innere Freiheit, etwas anderes ‚wegzulassen‘ und den Kopf wieder klar zu haben für die Sache, für die wir uns entschieden haben.

Was Dein Inner Poise Dir sagt

Bevor Du eine Entscheidung triffst, schau nach innen. Nimm Dir Zeit, in Dich hinein zu spüren. Ein Tagebuch, Meditation oder ein Spaziergang können helfen, Deine wahren Wünsche zu erkennen. Manchmal ist unsere innere Stimme nicht die Lauteste, aber gib ihr den Raum zur Mächtigsten bei Deiner Entscheidung zu sein. 

Was willst Du wirklich? 

Was ist Dir wichtig – und was sind vielleicht Erwartungen von außen? 

Was bist Du bereit durch Deine Entscheidung zu verlieren? Und was eben auch nicht? Was kannst Du gewinnen?

5 Impulse für mutige Entscheidungen

Bewusstes und klares Entscheiden ist eine Fähigkeit, die Du Schritt für Schritt lernen kannst – und die Dich innerlich stark macht. Diese fünf Impulse können Dir bei einer klareren Entscheidung helfen:

  1. Notiere Deine Optionen: Schreiben hilft, Gedanken und Gefühle zu ordnen und Klarheit zu schaffen. Wie fühlt sich Option A, B, C an? Welche Empfindungen zeigen sich?
  2. Finde Deine Werte: Welche Werte sind Dir wichtig? Freiheit, Unabhängigkeit, Sicherheit? Deine Werte sind ein Kompass für ein zufriedenes Leben.
  3. Hole Feedback ein: Sprich mit Freundinnen, Deiner Coachin oder Mentorinnen, um Dein Blickfeld zu weiten – aber lass Dich nicht von fremden Meinungen leiten.
  4. Probiere kleine Entscheidungen schnell zu treffen: Je öfter Du entscheidest, desto leichter fällt es Dir.
  5. Akzeptiere Unsicherheiten: Nicht jede Entscheidung ist eindeutig. Lerne, mit einem gewissen Risiko zu leben.

Entscheiden heißt wachsen 

Du darfst Deine eigenen Entscheidungen treffen – auch wenn sie nicht jedem gefallen. Trau Dich, Deinen eigenen Weg zu gehen. So stärkst Du Dein Selbstbewusstsein und setzt ein Zeichen für andere Frauen, es ebenfalls zu tun.

Am Ende ist jede Entscheidung eine Chance, Dich weiterzuentwickeln. Egal, ob Du Dich später umentscheidest oder Fehler machst – Du lernst mit jeder Wahl.

Vertraue Dir selbst, denn Du bist die Expertin für Dein Leben! 

Entscheide mutig, entscheide bewusst – und geh Deinen Weg.

Welche Entscheidung wirst du heute für Dich treffen?

Welche Entscheidung darf aus gutem Grund noch warten?

In einem individuellen Coaching beleuchten wir gemeinsam, was Dich daran hindert eine bestimmt Entscheidung zu treffen und welche Handlungsmöglichkeiten Du noch hast. Hierfür setze ich ganz gezielt Methoden aus dem systemischen und ressourcenorientierten Coaching ein, um Dich auf Deinem Weg zu einer klaren Entscheidung zu begleiten.

Manchmal im Rahmen eines mehrmonatigem Coachingsprozesses, oft geschieht dies aber auch im Rahmen von 1-2 Coachingsitzungen. Schreib mich gerne an, um Dir ein unverbindliches Angebot machen zu lassen. Mehr zum Coaching mit mir findest Du hier.

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Selbstvertrauen… Sich selbst zu vertrauen…

Wer hindert uns eigentlich daran? Die Eltern, der Ehepartner, die Familie, der Arbeitgeber, die lieben Kollegen, unsere Vorgesetzte oder Nachbarn? Oder wir selbst?
Das Wort trägt die Antwort bereits in sich: Wir selbst sind es, die uns Vertrauen schenken können – bedingungslos; aber wir selbst sind es auch, die uns selbst unser Vertrauen entziehen können – gnadenlos.

Kannst Du Dich noch an die letzte Situation erinnern, in der Du einen Mangel an Selbstvertrauen hattest? In der Deine Selbstzweifel Dich daran gehindert haben, großartig zu sein? Mir fällt da bei mir sofort eine ein. Und in diesen Situationen läuft das oft ähnlich ab: Das ist dann nämlich so, als säße ich in einer Kiste. Kennst Du das?

Zunächst hat sie die Größe einer Streichholzschachtel, dann öffnet sie sich langsam, liegt auf meinem Arm und ruckzuck verdoppelt sie ihr Volumen, dann verdreifacht sie sich, schließlich verzehnfacht, verhundertfacht sie sich und schwups, sitz ich drin.

Nicht, dass wir uns missverstehen: Mich hat da niemand rein „geschubst“, geschweige denn mich geknebelt und rein gestopft: Nein – ich bin da schon von ganz allein rein gehüpft; kopfüber, todesmutig. Weil es so verlockend war, weil da drin eine zwar unangenehme, dafür aber sichere und bekannte Atmosphäre herrscht. Meine schwarze Kiste ist, wenn sie ausgewachsen ist, eine riesige, hohe und sehr dunkle Kiste, die noch kalt und feucht dazu ist. Weil der Boden aber beheizt ist, mache ich es mir da manchmal gerne gemütlich und suhle mich darin, in meinem Selbstzweifel. Weil das viel bequemer ist, als ehrlich zu mir selbst zu sein und die versteckte Ausgangstür zu finden. In dieser Kiste ist logisches Denken nicht mehr möglich. Es ist auch auf keinen Fall gestattet, auch nur einen netten Gedanken über sich selbst zu formulieren. Nein, diese Kiste hat einzig und allein den Zweck, vorhandene Selbstzweifel größer und stärker zu machen.

Stimmt mit mir jetzt etwas nicht, weil ich hin und wieder ziemlich stark an mir zweifle? Weil ich eigentlich denke, dass andere dies oder jenes doch viel besser machen können?

Dieses Thema begegnet mir so häufig im Coaching und ist unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, Beruf, etc.  Manchmal tarnt sich dieses Phänomen als „Fachwissen-Sessel“ und „Alles-gut-Paket“ und man erkennt nicht sofort, dass es sich um Selbstzweifel handelt. Aber das ist oft genau das, was dahinter steckt: Eine Unsicherheit, die mit Fachwissen oder Oberflächlichkeit versucht wird zu überspielen. Dabei ist es nicht schlimm, Selbstzweifel zu haben – ganz im Gegenteil: Es beweist, dass Du eine hohe Reflexionsfähigkeit besitzt. Wichtig dabei finde ich, Wege kennen zu lernen, aus dieser schwarzen Kiste raus zu kommen. Wenn mich meine Selbstzweifel lähmen und daran hindern, etwas großartiges zu bewegen, kenne ich meine Strategien und weiß was, zu tun ist. Ich habe ein ganzes Buch darüber geschrieben und es „Feel your inner poise: Selbstsicher und gelassen Deinen Weg gehen“ genannt.

Selbstvertrauen ist für mich die reinste Form von Vertrauen: Ungeschminktes, pures,
echtes inneres Wissen, dass ich das schon machen werde. Dass alles gut so ist, wie es jetzt ist. Und dass meine Fähigkeiten und Stärken mir helfen, diese oder jene Situation gut zu meistern. Das ist die Basis einer guten Beziehung zu mir selbst.

Mal ehrlich, wenn ich mit meinem Partner*in so umgehen würde, wie ich innerlich mit mir selbst umgehe, wenn ich an mir zweifle; wenn ich so wenig vertrauen würde, wie ich mir selbst manchmal vertraue – was für eine Beziehung wäre das dann? Wenn ich also mal wieder in der großen schwarzen Kiste voller Selbstzweifel sitze, entfernt von all meinen Träumen, Visionen und Wünschen und mich plötzlich das Gefühl von „Weiß nix, kann nix, bringt alles nix“ überkommt, dann retten mich diese Fragen:

„Willst Du mit Dir selbst auf diese Weise so den Rest deines Lebens verbringen? Willst Du eine solche Beziehung führen? Was würdest Du tun, wenn jemand von Deinen Lieben so mit Dir umgehen würde? Wie würdest Du Dich fühlen? Was würdest Du dieser Person entgegnen? Würdest Du so den wichtigsten Menschen in Deinem Leben behandeln?“

Diese Fragen weisen mir den Weg zur Ausgangstür. Indem ich meinen inneren Dialog nach außen trage, indem ich ihn vom Unterbewusstsein ins Bewusstsein hole, indem ich drüber schreibe, spreche, mich auf mein Innerstes besinne.

Dann plötzlich sehe ich diese Tür, die erst nur ganz klein und weit weg ist, dann aber immer größer wird. Ich gehe ein paar Schritte auf sie zu, drücke die Klinke herunter und öffne die Tür. Bevor ich hindurch gehe, schaue ich noch einmal zurück und verabschiede mich bewusst von meinen Selbstzweifeln. Und ich danke ihnen. Und zwar dafür, dass sie mir mal wieder gezeigt haben, was ich alles loslassen darf. Dann gehe ich durch die Tür und betrete meinen persönlichen Raum der Freiheit. Erst bin ich etwas geblendet von der Helligkeit, aber sobald meine Augen sich an das Licht gewöhnt haben, genieße ich den Anblick, die Freude und das Glück aus dem Dunkel ins Licht gegangen zu sein.

Wir kennen uns vielleicht noch nicht, aber ich weiß, dass jeder Mensch einmalig ist. Und das bist Du auch. Erinnere Dich:

Du bist einzigartig, einmalig und wundervoll – so wie Du bist. Und Du trägst alles, was Du brauchst, um das auch zu fühlen und zu zeigen, bereits in Dir. Und nun schaust Du dich noch einmal in Deiner Kiste um, verabschiedest sich von Deinen Selbstzweifeln und betrittst den Raum der inneren Freiheit.

Wie Du den finden kannst? Indem Du achtsam mit Dir umgehst, auf Deinen Akku schaust und dich selbst so behandelst, wie Du Dir wünschtest, von der Liebe Deines Lebens behandelt zu werden.

Denn das bist Du selbst: Der wichtigste und liebenswerteste Mensch in Deinem Leben.

Von Herzen, Deine Gitta

Mehr Inspiration zum Finden Deines Selbstvertrauens gibts in meinem Buch. Gerne begleite ich Dich auch im Rahmen eines Coachings zu Deinem Selbstbewusstsein.

Beratung und Coaching

Mehr Selbstbewusstsein durch Klarheit: Warum das Stärken-Schwächen-Konzept meiner Meinung nach nicht hilfreich ist.

Ehrlich gesagt: Ich glaube nicht an das Konzept von Stärken und Schwächen. Mir ist das (inzwischen) ziemlich egal, was irgendwer als meine Stärke oder Schwäche bezeichnet. Allein das Bezeichnen von Stärken und Schwächen als solche pressen Dich in eine Schublade, in der Persönlichkeitsentwicklung fast nicht mehr möglich ist.

Ich glaube daran, dass jeder Mensch bestimmte Eigenschaften innehat, die ihn einzigartig machen. Mit denen wurdest Du nicht komplett geboren, sondern: Diese Eigenschaften sind auch das Ergebnis von dem wie wir aufwachsen, mit wem wir aufwachsen, was wir erleben als Kind und Jugendliche, welche Wege wir wie beschreiten als Erwachsene, welche Vorbilder wir haben, usw. Je nachdem in welchem Kontext diese Eigenschaften zum Tragen kommen, werden sie von der Gesellschaft als vermeintliche Stärken oder Schwächen identifiziert. So hast Du das Label „ordentlich“, „vertrauenswürdig“, „aggressiv“, „anspruchsvoll“, „sensibel“, usw. Und dann hockst Du in dieser Schublade erstmal drin. 

Meine erste Aufgabe im Coaching ist es, mit Dir gemeinsam diese Schublade zu öffnen:

Welches Label gibst Du Dir? Was bezeichnest Du als Deine Schwäche? Was genau kann daran auch Stärke sein? In welchem Zusammenhang? 

Du bist einzigartig. So wie Du bist. Und das was Du Dir selbst oder jemand anderes als „Schwäche“ einreden will, ist vielleicht in einem anderen Zusammenhang eine Stärke. Also eine ganz große Bitte von mir an Dich: 

Hör auf damit in Kategorien zu denken. Schwach oder Stark, gut oder schlecht – in welchem Zusammenhang bitte? Du bist so wie Du bist. Und das ist gut so. Nutze all Dein Potenzial, all Deine Eigenschaften und Fähigkeiten – auch die vermeintlichen Schwächen.

Mach das Beste aus Deinem Leben und sei stolz auf Dich – auf die ganze Bandbreite Deiner Erfahrungen und Eigenschaften. 

Du möchtest intensiver in diese Thematik einsteigen und Dein wahres Potenzial erkennen? Dann vereinbare ein Termin für ein Erstgespräch zum Einzelcoaching.